In der Presse liest man viel über Kündigungen und/oder Widerrufe von Lebensversicherungen – was ist der Unterschied?

Das Urteil des BGH sieht eine bestimmte (2-stufige) Vorgehensweise vor, um den Schadensersatz (Nutzungsentgelt) zu erhalten.

Zunächst wird die Versicherung gekündigt. Sie erhalten dann den jeweils aktuellen Rückkaufswert direkt überwiesen und können diesen Betrag sofort effizienter investieren.

Im zweiten Schritt erfolgt der Widerruf des Vertrages. Dann wird das Nutzungsentgelt errechnet, das Ihnen die Versicherung erstatten muss.

Es wird also berechnet, was Sie über Jahre an Prämien gezahlt haben. Diese Prämien waren ein Nutzen für die Versicherung, mit denen Erträge erwirtschaftet wurden.

Der Versicherte hingegen hat Geld angespart – also Prämien gezahlt – aber KEINEN Ertrag erwirtschaftet.

Die Versicherung hatte also einen Nutzen, der Verbraucher einen Schaden und damit ist die Versicherung schadenersatzpflichtig.

Der BGH hat diesen Schadensersatz also sog. Nutzungsentgelt definiert.

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